User Research für die Berliner Verkehrsbetriebe
Wir haben die Bedürfnisse von Fahrgästen an Sound und Voice im öffentlichen Nahverkehr erforscht. So haben wir eine Basis für die neue »Sinfonie der Stadt« geschaffen, die unsere Kolleg:innen von why do birds entwickelt haben.

Ein akustischer Flickenteppich.
Die BVG, die Berliner Verkehrsbetriebe, befördert jährlich eine Milliarde Fahrgäste durch die Stadt – Menschen aus 190 Ländern, alle mit individuellen Ansprüchen an ihre perfekte Fahrt. Das Wichtigste: Sicher ankommen.In der Vergangenheit hat eine Vielzahl an Ansagenstimmen und Signaltönen in den unterschiedlichen Fahrzeugen der BVG für Verwirrung gesorgt. Für Fahrgäste wird der Weg durch die Stadt so zum puren Stressfaktor. Die BVG, bekannt für ihren starken Markenauftritt, brauchte ein einheitliches Klangkonzept inklusive Markensounds.

Der Hauptstadt auf der Spur.
Während why do birds ein starkes Konzept für den Markenklang lieferte, musste daraus auch eine ganze Bandbreite an neuen, einheitlichen Orientierungsgeräuschen für die Fahrzeuge entwickelt und eine optimal verständlichen Stimme für alle Stationsansagen und sonstige Aufnahmen gefunden werden. Wir haben uns beiden Aufgaben im User Research bei der BVG intern und mit Fahrgästen extern genähert.In Shadowings und Interviews sind wir mit einer ausgewählten Gruppe an Fahrgästen Bus, Tram und U-Bahn gefahren. Unabhängig von Alter, Geschlecht, Bildungshintergrund, Sprachkenntnissen, Viel- oder Gelegenheitsfahrer: Jeder Mensch soll sicher und einfach akustisch durch die Stadt geleitet werden. Außerdem mit im Boot: BVG-Mitarbeitende, Beauftrage für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste und der Kundenbeirat. So haben wir nicht nur wichtige Erkenntnisse für den Audio-Branding-Prozess gesammelt, sondern auch Feedback aller Perspektiven und Ergebnisse live in Fahrzeugen getestet.Seit Anfang 2022 hat der öffentliche Nahverkehr der Hauptstadt nun einen neuen Sound. Einheitlich, barrierefrei und bunt wie Berlin.
Das Herz auf der Zunge.
Was muss eine Stimme im Öffentlichen Nahverkehr leisten können? Und wessen Stimme kann alle Kriterien erfüllen? Unsere Antwort nach langem Casting: Die Berliner Synchronsprecherin und Schauspielerin Philippa Jarke.In über 100 Studiostunden wurden für alle Haltestellen und sonstigen Ansagen rund 4200 Audio-Dateien aufgenommen.

Vom Studio ins Ohr.
Die eingehende Auseinandersetzung mit allen Parametern, die unsere Wahrnehmung im Stadtverkehr beeinflusst, garantiert ein Ergebnis mit Nachklang.Dank der neuen Markenmusik, dem Soundlogo, der Stimme und allen Signaltönen hat die BVG ein ganzheitliches, einzigartiges Audio Branding – mit viel Potential an allen Touchpoints der Marke eingesetzt zu werden.

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»Fahrgäste orientieren sich unterschiedlich, Ansagen und Töne müssen sich im Großstadtdschungel durchsetzen können. Ob Bus, Tram oder U-Bahn –unser einheitlicher Markensound muss nicht nur nach BVG klingen, an erster Stelle muss er funktionieren. Und das haben wir durch den User Research berücksichtigt.«
– Christian Chitralla, BVG-Markenstratege in der Unternehmenskommunikation der BVG



